Das Meisterstück von Montblanc ist einer der größten Klassiker in der Füllerwelt. Produziert wird das Meisterstück seit den späten 1940er Jahren. Da eine Datierung anhand der Seriennummer nicht möglich ist, kann das Alter nur anhand der verschiedenen Merkmale und Details bestimmt werden, die sich im Laufe der Zeit verändert haben. Über die grundlegenden Merkmale soll dieser Artikel einen Überblick geben.

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Ende der Vierzigerjahre – das genaue Datum ist unbekannt – löste die 14x-Reihe die 13x-Modelle ab. Überwiegend wird das Jahr 1949 als Produktions- bzw. Verkaufsbeginn genannt, eine endgültige Sicherheit besteht diesbezüglich aber nicht.

Ende der 1940er bis 1960: Die erste Generation der Meisterstück-Modelle lässt sich ganz einfach anhand einer Gravur am hinteren Ende des Füllers, mit dem man den Kolbenmechanismus betätigt, identifizieren. Diese enthält die Modellbezeichnung („146“, „149“, …). Eventuell befinden sich hier noch weitere eingravierte Zeichen zur genaueren Spezifizierung des Füllers (z.B. Federstärke oder ein „G“ für eine Goldfeder, da es in der Nachkriegszeit auch Meisterstücke mit Stahlfeder gab). Die Federn sind – bis auf die stählernen Ausnahmen – in Bi-Color gehalten. Die Tintenfenster sind sepia- bzw. bernsteinfarben.

Im Jahr 1960 wurde die Produktion des Meisterstücks zunächst eingestellt.

Anfang/Mitte der 1970er Jahre wurde das Meisterstück erneut produziert. Wann genau die Produktion wiederaufgenommen wurde, lässt sich allerdings nicht jahrgenau bestimmen. Zugunsten der Altersbestimmung gab es einige Veränderungen: Die Meisterstücke dieser zweiten Generation tragen keine Gravur mehr am Ende des Füllers, zeichnen sich dafür aber durch ein blau-transparentes Tintenfenster aus. Die Federn sind eintönig und bestehen aus Gelbgold.

In den 1980er Jahren wurde die Herkunftsbezeichnung „Germany“ zu „W.-Germany“ umgeändert. Zudem ist das Tintenfenster nicht mehr blau-transparent, sondern grau-transparent (aber noch nicht gestreift; dieser Schritt kam erst später).

Seit dem Jahr 1991 befindet sich auf dem Clipring (Kappe) die Seriennummer.

Seit den frühen 1990er Jahren – genaueres ist wohl nicht bekannt – wird nicht mehr ein blaues, sondern ein transparent-gestreiftes Tintenfenster verwendet. Zudem werden seit den 1990er Jahren Bi-Color-Federn verbaut.

Seit dem Jahr 2000 ist die „PIX“-Gravur auf der Unterseite des Clips zu finden. Die Marke PIX wurde 1937 von Montblanc angemeldet und wurde ursprünglich für eine bestimmte Bleistiftmechanik verwendet.

Im Übrigen bleibt noch zu erwähnen, dass es freilich Übergangsmodelle gibt, die die Merkmale zweier aneinandergrenzender Produktionszeiträume tragen. Sofern jemand eine Ergänzung (oder Berichtigung) der Merkmale zur Altersbestimmung der Meisterstücke haben sollte, freue ich mich über eine Nachricht.


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