In den letzten zwei Wochen war es etwas ruhiger bei Der Bürokrat, da ich Urlaub hatte und verreist bin. Hierfür habe ich mir drei Stifte ausgesucht, die mich begleiten durften. Meine Wahl fiel auf zwei Füllfederhalter und einen Kugelschreiber.

Natürlich könnte man auch mit nur einem Stift verreisen und vielleicht benötigt man sogar gar keinen Stift, wenn man verreist. Doch was wäre eine Leidenschaft, wenn man sie außerhalb des Alltags einfach beiseite schieben würde? Im Folgenden möchte ich kurz erzählen, wieso ich mich für die Stifte entschieden habe, die ich mitgenommen habe.

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1. Kaweco CLASSIC Sport

Ein Füller, der nahezu perfekt fürs Reisen ist. Dank seiner Konstruktion ist er so klein, dass er in der Hosentasche verschwinden kann, ohne sich dort bemerkbar zu machen.  Aufgrund des geringen Preises von weniger als 20 Euro schmerzt es zudem nicht, wenn er unterwegs den einen oder anderen Kratzer bekommt. Denn nicht in jeder Situation – erst recht nicht unterwegs – hat man die Ruhe, um äußerst vorsichtig mit seinen Schreibgeräten zu sein. Nicht dass dies als Geringschätzung interpretiert wird: Gerade diese Eigenschaften machen den Kaweco Sport zum idealen Begleiter.

Die F-Feder meines Kaweco-Füllers schreibt angenehm schlank und ist recht hart im Schreibverhalten – meiner Meinung nach ideal für ein schnelles und präzises Drauflosschreiben und vor allem sehr gut dazu geeignet, um viel Text auf wenig Platz zu platzieren. Ich freue mich immer wieder aufs Neue, wenn ich mit dem CLASSIC Sport schreibe.

2. Pelikan Souverän M400 Schildpatt-Braun Limited Edition

Dieser Füllfederhalter muss einfach mit. Seitdem ich ihn habe, ist er mein Lieblingsfüller. Deshalb liegt es auf der Hand, dass er mitkommt. Die weiche B-Feder sorgt für ein sinnliches Schreibgefühl und ist nicht so breit, dass sie nicht nahezu überall eingesetzt werden könnte.

Gerade zu dem Kaweco CLASSIC Sport mit der F-Feder bildet der M400 einen schönen Kontrast. Die Kaweco-Feder ist sehr fein und hart, die Pelikan-Feder ist breit und butterweich. Mit dem Kaweco-Füller fühlt sich das Schreiben im Gegensatz zum Souverän wie die präzise, schnelle Arbeit mit einem Skalpell an, während der M400 zum schwungvollen Ausführen der Buchstaben einlädt, das dem Schwingen eines Pinsels gleicht.

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3. Parker Jotter Kugelschreiber

Auch wenn sich die Schreibleidenschaft am besten mit Füllfederhaltern zelebrieren lässt, gibt es Situationen, in denen man um einen Kugelschreiber nicht herum kommt. Fast jeder, der schon versucht hat, handelsübliche Postkarten mit Füllfederhaltern zu beschriften, weiß dies: Entweder nimmt die Postkarte die Tinte nicht auf oder die Schrift franst derart aus, dass sich das Geschriebene kaum noch lesen lässt und einfach unansehnlich ist. Doch auch darüber hinaus schadet es nicht, einen simplen Kugelschreiber dabei zu haben.

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Deshalb der Jotter. Dieser wird seit 1954 produziert und ist einer der großen Klassiker in der Stiftewelt, der bereits für unter zehn Euro erhältlich ist. Auch wenn er recht klein ist, lässt es sich angenehm mit ihm schreiben.


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