Die Suche nach einer blauen Tinte, die weder zu bunt noch zu langweilig ist, kann sich als schwierig gestalten. Viele Blautöne sind entweder einfach durchschnittlich oder driften zu sehr in ein buntes Blau ab. Pilot Iroshizuku kon-peki trifft hier im wahrsten Sinne des Wortes mitten ins Blaue. Das leuchtende Blau der Premiumtinte ist beeindruckend.

Verpackung und Auftritt

Schon die Aufmachung der Iroshizuku-Tinten macht deutlich, dass es sich um Premiumware handelt. Der Karton mutet hochwertig an und auch das Tintenfass selbst wirkt sehr edel.

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Das Etikett des Tintenfasses weist eine geriffelte Struktur auf.

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Am Boden des Glases ist eine Vertiefung eingearbeitet, die es ermöglicht, auch den letzten Tintentropfen mit dem Füllfederhalter aufzunehmen. Ein wirklich durchdachtes Detail.

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Preis und Verfügbarkeit

In preislicher Hinsicht liegen die Pilot-Iroshizuku-Tinten im oberen Bereich. 10 ml kosten etwa 3,80 Euro, in dem Gesamtpreis von rund 19,46 Euro für ein 50-ml-Glas sind jedoch die Versandkosten aus Japan enthalten. Nur zum Vergleich: 10 ml normale Montblanc-Tinte kosten 3,00 Euro, 10 ml Diamine-Tinte kostet rund 2,00 Euro und 10 ml Pelikan-4001-Tinte liegen zwischen 1,30 und 1,50 Euro. Der Preis der Iroshizuku-Tinten ist also tatsächlich ein stolzer.

Sämtliche Pilot-Iroshizuku-Tinten dürften im Online-Versandhandel ohne Probleme bestellbar sein, mitunter werden sie aus Japan geliefert, die Wartezeit kann rund zwei bis vier Wochen betragen. Mein Päckchen habe ich am frühestmöglichen Lieferdatum bekommen. Da sich der Wert meiner Bestellung unterhalb der 22-Euro-Grenze befand, war diese einfuhrumsatzsteuer- und zollfrei. Im Handel vor Ort sind die Tinten rar.

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Die Tinte: Farbe, Aussehen und Shading

Wie ich schon eingangs vorwegnahm: Kon-peki trifft einen einzigartigen Ton. Es handelt sich im Kern um ein sattes Blau, das hell (aber nicht zu hell) und farbenfroh (aber nicht zu bunt) ist. Kräftigere Blautöne rutschen schnell ins Quietschige oder Cyan ab – kon-peki hingegen nicht.

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Kon-peki wird teils mit „Kobaltblau“ übersetzt, überwiegend mit „Deep Azure Blue“, also Azurblau. Die im Wikipedia-Artikel zu Azurblau abgebildeten Farben kommen ganz gut hin. Es ist beeindruckend, wie sehr der Blauton leuchtet und strahlt. Mit der Kamera lässt sich diese schöne Eigenart der Tinte nur schwer einfangen, jedoch erahnen.

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Die Tinte bietet auch Shading.

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Wie immer gilt, dass ich den Farbton so gut wie möglich einzufangen versucht und mit mehreren Geräten abgeglichen habe. Abweichungen aufgrund von Displayeigenschaften und -einstellungen sind jedoch unvermeidbar.

Tintenfluss, Trockenzeit und Wasserfestigkeit

Auch hier zeigt sich die Premiumqualität der Pilot Iroshizuku kon-peki. Die Tinte bietet ein hervorragendes Schreibverhalten und legt sich wie ein flüssiger, präziser Film aufs Papier.

Die kon-peki-Tinte trocknet zudem recht zügig. Sie ist nicht wasserfest.

Zusammenfassung

Es ist so eine Sache mit blauer Tinte. Jeder, der in der Schule mit Füllfederhaltern geschrieben hat, hat wahrscheinlich mit Königsblau geschrieben. Die Pilot Iroshizuku kon-peki bietet eine gelungene Möglichkeit, dem Einheitsblau zu entfliehen, jedenfalls aber einen herrlich strahlenden Blauton, der sich von zahlreichen anderen Blautönen abhebt und das Papier zum Leuchten bringt. Gerade die Tatsache, dass das Blau kräftig, aber nicht zu bunt ist, ist selten und muss an dieser Stelle einfach noch mal erwähnt werden. Kurzum: Kon-peki hat das gewisse Etwas.

Der Preis, den man für die Tinte bezahlt, ist absolut gerechtfertigt und relativiert sich bereits in dem Augenblick, in dem man das ansprechende Tintenglas in der Hand hält.


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